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Meine Bestimmung: Dr. eso. - 05-02-2012
Ich werde studieren. Und zwar Eurythmie. Das braucht zwar kein Mensch und ich erst recht nicht. Aber man kann! Und zwar an der staatlich bedingstenAnalusAlanus-Hochschule. Ein Studiengang für Namenstänzer. Super! Wenn ich nix kann, dann mache ich eben das!
Doch mir sind Bachelor und Master zu wenig. Ich will einen Guttenberg, äh, einen Doktortitel. Dann bin ich Dr. tanz.nam. Hundeiker - hat was, nicht?
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Gute-Laune-Musik CXXXV: Es rappelt in er Kiste. - 05-02-2012
Dieses Stück war sicherlich eines der härtesten, die ich einst drauf hatte. Und nicht nur die schnellen Sätze! Vor allem Langsamkeit erfordert Präzision.
Ich war zwanzig. Es war Frühling. Und es wurde Winter darüber. Und nicht nur einer.
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Nymphomanie statt Wissenschaft: Wahnsinn hat Methode. - 04-02-2012
Ich bin überzeugt, daß die Förderung von Pseudowissenschaft und die daraus indirekt folgende Vertreibung ernsthafter ForscherInnen gewollt ist und Methode hat. Dummheit hinterfragt nämlich nicht. Schlimm genug, daß homöopathische Medikamente nicht ihre Wirksamkeit, sondern lediglich ihre Ungiftigkeit belegen müssen, um zugelassen zu werden, anders als sehr streng geprüfte*1 richtige, wirksame Medikamente.
Die Universität Weihenstephan sorgt mit entsprechenden „Fachleuten“ dafür, daß ganze Wohngebiete umstrukturiert werden müssen, weil dort laut städisch beauftragtem Gutachten Nymphen(!), Elfen(!!) und Engel(!!!) wohnen, die einen Rückzugsort brauchen(!!!!).
Die Universitäten werden mehr und mehr vom Hort des Wissens und der Forschung zu einem Ort des Spinnkrams und der Verarschung.
Die Tradition, Wissenschaft zu behindern und zu untergraben, ist alt. Einst übernahm die Kirche das, um den Glauben und damit ihre Macht zu stärken. Später übernahmen dies die Nazis. Mittlerweile läuft das noch anders. Aber nicht gerade erfreulicher, wenn man davon absieht, daß man zumindest nicht mehr körperlich verbrannt wird.- Anm. 1: Ob die strenge Prüfung auch wirklich der Bringer ist, kann man ruhig skeptisch sehen- man denke an Contergan, Lipobay und andere.
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Klo de Toilette. - 04-02-2012
Bei uns auf dem Klo riecht es sehr gut. Jedenfalls seitdem sich die erste gewaltige Wolke verduftet hat, nachdem eine Flasche besseren KlowassersEau de Toilettes meiner Liebsten unsanften Kontakt mit den Bodenfliesen hatte.
Der Badewannenvorleger fing das meiste auf, weshalb er direkt in die Waschmaschine verfrachtet wurde. Seitdem duftet unser Bad sehr frisch und sauber.
Etwas schlimmer war es im heißen Sommer von 1994, als ich meinen Einatz auf der Intensivstation hatte. Diese war damals noch (bis sie ein Jahr später in neue und hochmoderne Räume umzog) in einem Anbau mit Flachdach und sehr beengt und heiß. Hinzu kam, daß etwa zwei, drei Meter vor den Fenstern eine Mauer war, die noch vom Bau des Neubaus übriggeblieben war als Schutzmaßnahme. Dies verbesserte den Luftaustausch auch nicht so wirklich.
Ich war immer dafür, die Krankenhaussituation mit den Mitteln aufzulockern, die die Patienten gewohnt waren. Ein wenig Luxus in einer Scheißsituation. Auch wenn dies zu dem Preis geschah, 4711, Tosca oder Tabac riechen zu müssen.
Besonders ältere Herren neigten zumindest damals zu billigen Rasiergewässern Marke Nasenkrebs.
Und genau so eines fiel mir damals runter und zerbrach.
Der Patient war zwar nicht böse. Aber die KollegInnen. Denn das Linoleum saugte die Giftbrühe auf und gab sie kontinuierlich über Wochen wieder ab.
Und es war Sommer.
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Blicken lassen. Machen lassen. Machen. - 02-02-2012
Ich habe wieder mehr Energie, merke ich immer wieder, und sie fühlt sich gut an.Keine Angst, manisch werde ich bestimmt nicht, aber ich gehe wieder in die Sauna. Ich gehe neuerdings zum Metalstammtisch*1, worauf mich C. beim letzten Ketzerstammisch aufmerksam gemacht hatte. Heute ließ ich mich nach langer Zeit mal wieder bei meinen Mitpazifisten blicken, in weiser Voraussicht mit Notebook.
Ich gehe unter Leute! Freiwillig!- Anm. 1: Donnerstags im Hinterstübchen des „Buddenturm“ am Buddenturm, ab einundzwanzig Uhr.
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Tabula rasura. Diskutieren kann man alles. - 02-02-2012
Ich brauchte aus persönlichen, privaten Gründen einen neuen Rasierpinsel, denn zu meinem alten hatte ich schon seit Jahren ein recht zwiespältiges Verhältnis.
Ich nehme da natürlich nicht jeden dahergelaufenen Pinsel mit irgendwelchen Borsten von irgendwelchem unaualifizierten Viehzeugs! Eine gewisse Qualität ist wesentlich für einen schönen Schaum und dessen Aufschlagen und damit auch für Komfort und Sauberkeit der Rasur! Also guckte ich, auf der Suche nach möglichst viel Pinsel für möglichst wenig Geld aufzutreiben. Und stieß auf etwas, was mich zunächst etwas, sagen wir mal, wunderte:
Diskussionsforen zum Thema (Naß-)Rasur!
Seltsam?
Gibt das ein Thema her für ein ganzes Forum? Ist die Rasur nicht so etwas wie Zähneputzen? Das macht man eben und fertig?
Ich brauchte etwas, um darauf zu kommen: Nicht ganz!
Denn immerhin lege ich selbst viel Wert darauf, mich seit vielen, vielen Jahren schon ganz traditionell mit dem Messer zu rasieren. Und erwähne es durchaus immer wieder (wie gerade wieder
), drehe Filme darüber und so weiter. Derartige Ticks sind nicht selten, bei Youtube gibt's etliche Messerrasur-Videos, aber welche nichtwerblichen Charakters mit Systemrasierern? Selten.
Wie mit dem Betriebssystem. Windoof hat man, diskutiert aber nicht darüber. Alles andere hingegen wird (auch von mir!) verkultet, kultiviert, zelebriert.
Zudem erfordert eine richtige Rasur, welcher Art auch immer sie sei, die entsprechenden individuell zusammengestellten Geräte, Mittel und Techniken. Darüber sich auszutauschen ist gar nicht so blöde, denn nicht jeder kommt mit jedem Zeugs zurecht.
Also ergibt solch ein Forum schon einen Sinn. Überlassen wir Männer die Eitelkeit nicht allein den Frauen!
Außerdem finde ich es netter, wenn die Leute sich über Körperpflege austauschen als über Waffen.
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Eine Art Tätigkeitsnachweis. - 01-02-2012
Wenn ich den Eintrag von heute früh*1 angucke, dann bin ich eigentlich recht zufrieden. Hinzu kommen noch das Interview mit My Inner Burning und etliche im Auftrage von Tanja eingepflegte Pressemitteilungen, ansonsten habe ich fünfzehn Alben durchgearbeitet und mit einem Review bedacht.
Mittlerweile erfasse ich die Arbeitszeit für Albumcheck. Wobei ich das nicht mache, um etwas zu beweisen oder zu belegen außer mir selbst. Die Arbeit ist ja keine bezahlte. Aber ich habe mein Verständnis von dieser Tätigkeit angepaßt. Ich gehe da jetzt mit um wie mit einem Job, und wenn ich mir meine Leistung vor Augen führe, dann fühlt sich das gut an. Nicht mehr so untätig, nichtmehr so unfähig.
Da ich keine festen Zeiten zu arbeiten habe (was wegen wechselhafter Fitness unpraktisch wäre), erfasse ich die geleistete Arbeit eben zum einen mit einer virtuellen Stoppuhr zum einen, und indem ich mir die Werke monatlich auflisten werde.
Fünfzehn Alben und ein Interview in einem Monat- hört sich für viele vielleicht nicht beeindruckend an. Ist aber, wie Achim richtig kommentiert, eine Menge Arbeit. Abgesehen davon, daß ich seit fast einem Jahr nicht mehr so richtig gearbeitet habe, laut diverser Gutachten und Gutneunen nur eigeschränkt leistungsfähig bin und seelisch schwerbehindert (GdB 50)- das ist nicht einfach mal eben eine Platte anhören oder ein paar Fragen zu stellen.
Ein Album will mehrfach, manchmal etliche Male gehört werden, ob es mir nun gefällt oder nicht.
Dazu kommt jede Menge Recherche. Zumal etliche Bands relativ wenig bekannt sind.
Mit dem Muster werden natürlich immer Informationen mitgeliefert. Wobei diese Informationen natürlich eher werblich orientiert sind. Dort finde ich allerdings schon eine Grundlage, und meist auch die Links zur Bandhomepage, Fratzebuchseite, Myspace, Label, Bla. Auf jeden Fall alles, was ich für den Kopf des Artikels benötige und wo ich mehr finden kann. Dazu dann noch die Suchmaschinensuche.
Für das Interview suchte ich natürlich besonders nach Interviews. Was wurde schon alles gefragt? Was ist interessant? Was wirft das für neue Fragen auf?
Die Zeiterfassung begann ich allerdings erst am Tag des Interviews vergangenen Mittwoch also, doch allein an diesem, ohne die Arbeit der Tage zuvor, komme ich auf vier Stunden und zwanzig Minuten- davon nur etwa fünfzehn Minuten für das Interview als solches. Insgesamt habe ich so in einer Woche immerhin siebzehn Stunden nicht einfach so auf dem Arsch gesessen.
Bei den Alben kann ich manchmal auch während eines Durchlaufs recherchieren, doch meist ist es einfacher für mich, mich auf eines zu konzentrieren.
Und ich sehe: Da kommt etwas heraus. Ich bin wieder produktiv. Ich leiste wieder etwas, wenn auch nicht so wie einst als Krankenpfleger, aber immerhin so viel ich derzeit kann.
Das fühlt sich gut an.- Anm. 1: Der Eintrag war natürlich vorbereitet und wurde immer um die neuen Reviews ergänzt
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Musik: Reviews im Januar (2012). - 01-02-2012
- Albumcheck | Make My Day (Rock) (8/10)
- Albumcheck | Kurz und schmerzlos: „Short Songs“ von Silverstein (Hardcore) (8/10)
- Albumcheck | Chris Isaak goes Beyond The Sun (Rock'n'Roll) (5/10)
- Albumcheck | El Bosso & die Ping Pongs sind zurück! Tag vor dem Abend (Ska) (9/10)
- Albumcheck | Das fünfte Album von Crippled Black Phoenix – „(Mankind) The Crafty Ape“: kryptisch und rätselhaft (Alternative Rock) (10/10)
- Albumcheck | „Fourth Autumn“ lassen es krachen! (Metal) (7/10)
- Albumcheck | (Pronounce) The Evil Dead: Tanzende Teufel! (9/10)
- Albumcheck | Laut, hart, schnell – Dead Label: Sense Of Slaughter (7/10)
- Albumcheck | 4Arm legen mit „Submission For Liberty“ ihr drittes Album vor (7/10)
- Albumcheck | Vinterblot: Nether Collapse (7/10)
- Albumcheck | Sphärischer Jazz von Knut Bjørnar Asphol: Mnemonic (7/10)
- Albumcheck | Blakvise: Firmament (8/10)
- Albumcheck | Bulletmonks pokern: Royal Flush on the Titanic (7/10)
- Albumcheck | „Glow and Flutter“: Fröhlicher Trübsinn von „Excuse Me Fire“ (7/10)
- Albumcheck | Set the Flag – Punk (?) von Fat Belly (3/10)
- Albumcheck | 120 DAYS II (7/10)
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Who the fuck is Heveling? - 31-01-2012
Wenn das man keine Berechnung ist, keine Strategie. Bis neulich sagte mir der Name Ansgar Heveling ziemlich gar nichts, insofern war er nicht ein Mann aus der ersten Bank.
Bis er sich zum Thema SOPA populistisch mit billigen Antikommunismusvergleichen*1, verschimmelten, pseudopreußisch-militaristischen Parolen*2 und hinkenden Vergleichen mit „Herr der Ringe“*3 in die Schlagzeilen brachte.
Mir kommt das ganze Elend nun vor wie das Prinzip Möllemann: Besser schlechte Presse als gar keine.
Und er hat sie bekommen. Der Shitstorm wird irgendwann vorbei sein. Vielleicht wird man vergessen, warum, aber man wird ihn kennen, den Namen Ansgar Heveling.
- Anm. 1: „Es ist eine unheilige Allianz aus diesen „digitalen Maoisten“ und kapitalstarken Monopolisten, die hier am Werk ist. Auch wenn sie sagen, sie seien die Guten - nur weil man sagt, man sei gut, ist man es noch lange nicht.“ zitiert aus Weveling A: GastkommentarNetzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren!, Handelsblatt online vom 30.01.2012.
- Anm. 2: „Also, Bürger, auf zur Wacht! Es lohnt sich, unsere bürgerliche Gesellschaft auch im Netz zu verteidigen!“ ebenda.
- Anm. 3: „Die mediale Schlachtordnung der letzten Tage erweckt den Eindruck, wir seien im dritten Teil von Der Herr der digitalen Ringe angekommen, und der Endkampf um Mittelerde stehe bevor.“ ebenda.
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Hausarbeit. - 30-01-2012
Doppelsinnig heute.
Während des Bratens von Reibekuchen*1 nebenbei zwei Interviews mit Metalbands aus Irland und Australien klarzumachen hat was.
Telephonieren, ich, als Telephonhasser! Und bis ans andere Ende der Welt! Und dann noch fremdsprachig!
Ich bin einfach der Größte. Also darf ich auch angeben. Basta.
- Anm. 1: Die Reibekuchen hatte ich um eine wegmüssende Aubergine bereichert.
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Haare schön. - 30-01-2012
Die Prozedur mit dem Olivenöl gestern hat tatsächlich etwas bewirkt. Die Matte ist weicher und irgendwie flauschiger. Sie fühlen sich weniger trocken an. Leider kann man das nicht photographieren.
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Haare: Wenn schon fettig, dann aber richtig! - 29-01-2012
Ich habe mit fettigen Haaren keine Last, eher im Gegenteil. Da mich eine recht trockene Haut einhüllt, also eine solche, die zu wenig Fett erzeugt zur Geschmeidisierung, bleibt auch an den Haaren nichts hängen.
So weit, so egal. Ich wasche und ich bürste sie und kümmere mich nicht weiter drum. Naja, ich tu jedenfalls so, in Wirklichkeit suche ich mir mein Schampoo schon sehr sorgfältig aus. Eigentlich sind Männer genauso eitel wie Frauen, nur auf anderen Gebieten und sonst sehr viel heimlicher.
Meine Liebste hateinen Haartick. Das darf sie auch, denn ihre Matte ist wirklich prachtvoll. Dies hat nun zur Folge, daß wir eigentlich auch im Bad kochen könnten, zumindest Salat. Denn dort sind zumindest Essig und Öl, ich vermisse allerdings die Gewürze und vor allem Salz, denn dieses gab dem Salat schließlich seinen Namen!
Nun ist ein echter Mann, wie erwähnt, eitler als er tut. Ich zum Beispiel laufe zwar schlabberig herum, meine Hose hat schonmal einen Fleck und so. Doch wäre ich nicht irgendwie auch aufs äußere bedacht, dann trüge ich nicht armbandigen Zierrat und hätte keinen Snaggletooth auf dem Ärmchen. Und ich trüge kurzes Haar, denn langes ist sehr viel Arbeit.

Metal wird gerne geölt, daß es nicht quietsche, und Leather, daß es geschmeidig bleibe, und Gladiatoren ölten sich dereinst auch gerne ein, irgendwarum auch immer. Und ja, ich bekenne mich zur Eitelkeit, und daher frug ich meine Liebste nach derLetztenÖlung der obersten Hautanhangsgebilde.
So bürstete ich meine Haare und befeuchtete sie, und knetete ihrer Weisung gemäß Olivenöl*1 hinein.
Ich wurstelte meine Matte zusammen und machte sie irgendwie mit einer der Haarklammern aus dem Fundus meiner Liebsten fest. Nun warte ich drei Stunden, bis das Zeug wieder rauskann, und sehe absolut lächerlich aus. Aber das tue ich ja immer.

Ich bin gespannt!
[UPDATE=22:13]
Nun habe ich die Haare gewaschenb. Und nun? Keine Ahnung. Sie fühlen sich etwas schwerer an als sonst, aber ich kann natürlich nichts beurteilen. Und fönen ist nicht! Niemals! Das würde bei meiner Mähne derart lange dauern, daß mir die oberen Extremitstitäten absterben würden.
So kommen die Ergebnisse erst morgen!- Anm. 1: Olivenöl: für die Haarpflege muß es nun nicht wirklich das ganz tolle sein aus Apulien oder Kreta, erste Kaltpressung und so für zwanzig Euro pro Liter. Das billige reicht dafür schon aus.
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Ich glaub', ich spinne. - 29-01-2012
Das Repertoire an Prüfungen in der Bananenplantage ist doch etwas abgenutzt, eigentlich muß bekommen die Dschungelcamper irgendetwas zu essen. was nach heutigem westeuropäischem Maßstab dazu nicht geeignet ist.
Was mich weniger schrecken würde, Heuschrecken zum Beispiel schmecken gar nicht übel.
Ein größeres Problem für mich als derlei Kerbtiere wären die Araneae. Bei unmittelbarem (Körper-)Kontakt oder dessen hoher Gefahr fühle ich michunwohl und verhalte mich eigenartig. Um das mal so auszudrücken*1.
Immerhin konnte ich das erheblich verbessern, früher hätte ich schon Probleme mit der bloßen Anwesenheit einer Spinne im selben Raum gehabt. Doch hatte ich in der ersten Hälfte der NeunzigerInnen, dank verbesserten Einkommens, meine Photoausrüstung erheblich ausbauen können und besaß unter anderem ein sündhaft teures (obwohl gebraucht!) 100mm-Makro. Damit ging ich nun auf Spinnenjagd. Aug' in Aug' mit dem Feind, dem Monster, dem Schrecken ins Gesicht geschaut!
In der Tat- es half! Zwar drehe ich bei Kontakt noch immer am Rad, nicht aber beim bloßen Anblick der Tiere. Diese Phobie ist sowas von sinnlos, aber immerhin konnte ich mich einem Teil stellen.
Der größte Coup aber war, als ein wahres Monster von haariger Kellerspinne über den braunen Teppichboden huschte. Die Kamera hatte ich recht schnell schußbereit, ich war geübt. Doch hatte ich gerade einen Schwarzweißfilm drin, und braune Spinne auf braunem Untergrund gleich siehtmannix. Also mußte das Biest auf ein weißes Blatt Papier gescheucht werden. Für mich die härteste Dschungelprüfung aller Zeiten! Natürlich flitzte das Aas sofort unter den Schrank! Also mußte ich es dort wieder herausscheuchen.
Und dann, am Ende, die Aufnahme- Der Makrobereich ist sehr klein, die Schärfentiefe minimal. Für gute Ergebnisse brauchte ich immer Zeit, und für das Justieren der Schärfe noch mehr.
„Bitte, liebe Spinne, halte still!“
Wäre sie losgelaufen, direkt Richtung Objektiv, dann wäre ich gestorben.
Der Rest der Prüfung bestand für mich darin, im Photolabor eines Freundes namens J. per Hand auf 20x30 zu vergrößern. Man sieht auf diesem Bild sogar kleine Flusen an der Spinne. Ich hängte es zum Trocknen auf die Wäscheleine und ging rauf, mit J. einen Tee zu trinken. Er ging noch kurz in dn Keller, gucken, was ich getrieben hatte.
Zurück kam er bleichgesichtig.
- Anm. 1: Man könnte auch sagen, ich drehe durch!
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Gute-Laune-Musik CXXXIV: Die Schwestern der Barmherzigkeit. - 29-01-2012
Dies ist sozusagen die Fortsetzung des vergangenen Sonntags mit anderen Mitteln. Auf dem besagten ausgeleierten Videoband waren auch die Sisters of Mercy, deren Düsternis sich passend in unsere Hirne hämmerte:
Das Video zu „This Corrosion“ war schonangenehm unangenehm, doch noch mehr mochte ich „More“:
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Jedenfalls fühlt es sich so an. - 28-01-2012
Das Gutachten von Saarbrücken war ja nicht so erfreulich gewesen. Eher ein Schlechtachten.
Meine noch immer etwas eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten nochmal deutlich vor Augen geführt zu bekommen war nicht gerade erhebend fürs Gemüt. Die begrenzteBelastbarkeit auch nicht. Aber:
Gerade in den vergangenen zwei Wochen hatte ich viel zu tun für Albumcheck.de mit entsprechendem Ausstoß- und sehr positiver Resonanz von vielen Seiten. Und das Interview und dessen Vorbereitung, alles war viel geistige Arbeit. Der Vorteil bei dieser Tätigkeit ist, daß ich mir die Arbeit so einteilen kann, wie ich gut schaffe, und nicht in einem bestimmen Zeitfenster fit sein muß oder die Arschkarte bekomme.
Ich knüpfe Kontakte, auch international. Australien. Irland.Vatikan.
Geht doch. Auch wenn ich davon nicht leben werde können, es fühlt sich an, als würde ich doch etwas auf die Reihe bekommen. Während andere sich nur zum Horst machen.
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Kollateralschaden. - 27-01-2012
Bruno ist nun wirklich alles andere als beißwütig. Im Gegenteil. Er läßt beißen. Früher, wenn ich mit ihm gerauft habe, hat er meinen Arm mit den Kiefern gepackt. Hat ja keine Hände, das arme Tier. Vielleicht sollte ich ihm mal welche besorgen?
Seit längerem schon mache ich das nicht mehr, denn der Hund ist mittlerweile ziemlich kräftig geworden, da ist solch ein Griff schon recht unangenehm. Aber gefährlich ist er eigentlich nur deswegen, weil er immer irgendwo im Weg steht und man sich, über ihn stolpernd, den Hals bricht.
Aber irgendwie habe ich geahnt, daß so etwas mal passiert:
Eine echte Verletzung will ich es nicht gerade nennen, aber schmerzhaft war es schon.
Bruno ist immer noch ein ziemlich ungeduldiger Hund, und die Sache mit den Stöckchen hat er auch noch nicht wirklich verstanden. Er will es amliebsten sofort. Auch, wenn ich es noch in der Hand halte. Meistens ist das nur nervig, aber diesmal waren zwischen Zähnen und Stock noch meine Finger.
Das Periost ist sehr schmerzempfindlich, die Haut ist gut innerviert als Tastgerät, und zwischen Haut und Finger ist so gut wie kein Polster. Immerhin hat es nicht, wie ich erst befürchtet hatte, das Gelenk erwischt- ein Bluterguß darin macht selten Freude. Zu beugen ziept noch ein wenig, aber sehen tut man fast nichts mehr, und wegen der superminikleinen Wunde rufe ich auch nicht bei der Betriebsärztin meines Ex-Arbeitgebers an, um nachzufragen, wann man meinen Glutäus medius das letzte Mal mit Tetanusimpfstoff beglückt hat.
Jetzt liegt er wieder in seinem Eckchem und pennt, der Halunke. Als wäre nichts gewesen.
Aber eigentlich war es ja auch nichts. Nur etwas aua.
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Ständig unterwegs. - 26-01-2012
Naja, fast. Wegen der Musik sitze ich ziemlich viel konzentriert auf dem Sofa am Rechner. Zwischendurch aber wird der Hund erfreut oder besser trainiert. Wir wohnen dafür sehr günstig, über ein Idustriegleis rüber in den Wald, wobei das Gleisbett sich fürs Stöckchenwerfen anbietet- schön grade und niemand, der den Stock an die Rübe bekommt. Eventuelle Züge fahren im Schritttempo und hupen dauernd.
Zudem hat mich ein Kumpel neulich davon in Kenntnis gesetzt, daß im Buddenturm (gegenüber dem Buddenturm) donnerstäglich der Metallerstammtisch tagt. Ich war erst skeptisch, Stammtische hatte ich immer als Routinebesäufnisse vorverurteilt, aber dort geht es recht locker zu. Mit meinen seltsamen unbekannten Newcomerbands bin ich durchaus gerne gesehen, und sich auszutauschen ist auch nicht verkehrt. Bruno wird von allen geliebt, was willste mehr.
Dabei war ich nie einer, der um die Häuser zieht.
Jedenfalls bin ich nun gut beschäftigt. Aber auch immer wieder gut zufrieden, unterwegs meine Mails abrufen und an verschiedenen Stellen für Ordnung sorgen zu können. Es lebe das Smartphone! Dank an meine Liebste, die mir eins aufgeschwatzt hat vor ewigen Zeiten.
Mann, wie unstrukturiert. Ich gehe jetzt am besten ins Bett. Morgen wartet noch viel Arbeit auf mich.
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Musikjournalismus für Einsteiger: - 26-01-2012
Nun ist es aufderlinie, mein erstes richtiges Interview.
Nach etlichen Vorbereitungen.
Zum einen: Wie zeichne ich das Gespräch auf? Ich suchte zuerst eine linuxtaugliche Telephoniesaftware, die mitschneiden sollte, fand aber nichts, was ich richtig kapierte.
Tanja, meine Sozusagenchefin, hatte dafür jedoch eine Lösung, die so einfach ist, daß ich darauf nicht kam: Telephon auf laut stellen und dann abmiken*1. Fast hätte ich mir ein digitales Diktiergerät besorgt, doch dafür reicht mein jämmerliches Restgehirn dann doch, daß ich das genauso mit dem Rechner machen kann. Schnell alles zusammengebastelt und ausprobiert: Es geht. Natürlich.
Das war die einfachste Übung. Interessanter war da die Frage: Was soll ich denn bloß fragen? Als ich nach einem Interview fragte, hatte ich gar nicht daran gedacht, daß das ja auch irgendwie Inhalt braucht.
Jemandem ein Gespräch aufzuzwingen ist für mich eine recht geringe Übung (wenn ich mich erstmal getraut habe!), nur soll das ja in diesem Fall auch für die Menschen interessant sein. Das Bravo-Pupslikum mag sich dafür interessieren, was Justin Bieber am liebsten aufs Butterbrot schmiert, aber das ist nicht die Zielgruppe für Albumcheck.de.
Was interessiert mich an dieser Band? Und warum? Und welche Fragen haben andere schon gestellt, die ich mir dann entsprechend schenken kann?
Je mehr ich weiß, desto interessantere Fragen tun sich auf. Ich recherchierte etwa drei Stunden, knapp anderthalb Stunden tippte ich das knapp viertelstündige Gespräch ab. Und merkte, wie viel Arbeit schon mein Popel„journalismus“ ist...
Mein Interviewpartner machte mir den Job leicht, er war sehr fellmenta, und wir hatten gut zu lachen, vor allem, als ich Ladehemmung hatte und mich mit den Worten „Na so viel zum Thema Professionalität!“ rettigte. Ich hoffe, diese Band schafft den Durchbruch- immerhin hat sie mich begeistern können, obgleich sie eigentlich gar nicht in mein Beuteschema paßt!
Ich sprach mit Torsten „Sauer“ Sauerbrey von der verdammt guten Metal-Combo My Inner Burning.
Hier habt Ihr das Interview.- Anm. 1: Abmiken: Mikrophon dranhalten.
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Stöckchen. - 26-01-2012
Nein, kein Blog-Stöckchen. Vielmehr ein richtiges, aus Holz.
Ich habe ja so gut wie gar keine Ahnung von Hundeerziehung. Ein wenig habe ich aus Tiere suchen ein Zuhause und manches mal so aufgeschnappt. Desto stolzer bin ich darauf, daß Bruno schon fast apportiert. Nachdem er vor einigen Wochen so weit war, daß er den Stock brachte und mir fast präsentierte, ihn dann aber ums verrecken nicht hergab und sich gebärdete wie ein Tier, so bekomme ich ihn mittlerweile unter Androhung von Leckereien und geduldigem Kommandieren so weit, daß er tatsächlich den Stock irgendwann fallen läßt und sich auf den Arsch setzt, so daß ich den Stock nehmen kann, während er gedanklich sichtlich daran herumlaboriert, die Prioritäten richtig zu setzen.
Wie lange das noch dauert, bis das von selbst geht, das weiß ich nicht, aber das Hundevieh ist ja durchaus lernfähig. Vorige Woche hatte ich die Nase derart voll davon, daß er vor Vorfreude auf das (zumindest erwartete) Gassigehen immer mausoid quietschend zwischen unseren Beinen herumwuselte und dabei Schuhe hin-und-her transportierte (mit Socken macht er das auch, die ganze Bude liegt voller einzelner, parnterloser Socken). Natürlich immer die Latschen, die man gerade brauchte.
So kann sich kein Mensch anziehen, und wahnsinnig wird man auch davon. Also fing ich an, das Tier konsequent immer wieder auf seinen Platz (eine fies orange Decke) zu schicken, auch jedesmal, wenn es vorsichtig ums Eck lugte.
Zwar macht er das nun nicht von selbst, aber schon mit etwas weniger nötigem Nachdruck, und sehr viel weniger Terror. Er flippt nicht sofort aus, wenn man sich anzieht.
Er hört (meistens), wenn ich ihn rufe. Mittlerweile reicht es, wenn ich die Kommandos leise gebe, bellen muß ich nur noch selten. Öffne ich die Tür, dann setzt er sich brav hin (zumindest, wenn ich hingucke
) und wartet, bis wir drinne sind und ihn hereinbitten. Hab gehört, das müsse so, wegen Hackordnung, aber auf jeden Fall ist es angenehmer, als wenn Bruno herumdrängelt.
Meistens setzt er sich vorm Überqueren einer Straße von selbst hin, selbst, wenn es naß ist ">*1. Wobei er bei Verkehr die Straße besser als solche zu erkennen scheint.
Und er stellt sich nicht mehr so an bei der Wundkontrolle. Feines Hundi!- Anm. 1: Bei Nässe hat er früher immer nur so eine Bewegung angedeutet und sich dann wieder hingestellt, nun hat er es raus, wie sein Arsch trotzdem nicht naß wird
- Anm. 1: Bei Nässe hat er früher immer nur so eine Bewegung angedeutet und sich dann wieder hingestellt, nun hat er es raus, wie sein Arsch trotzdem nicht naß wird
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Technische Vorbereitungen. - 25-01-2012
Heute Nachmittag interviewe ich jemanden. Als eher ins kalte Wasser gehüpfter und ungelernter Nichtwirklichjournalist ist das recht aufregend. Immer hin habe ich so viel Resthirn im Schädel, als daß ich weiß, daß man sich besser gut vorbereitet, damit auch zu Fragen weiß.
Ich stecke mittendrin. Zum Glück fiel mir noch ein, die Aufnahmegeräte zu testen:
Der Klang ist gräßlich, denn das Mikrophon war billiger als die schon günstigen Transportgebühren, aber es nimmt ausreichend verständlich auf. Gleich mache ich mir noch eine konkrete Liste mit konkreten Fragen, und dann sollte es wohl laufen.
Muß ich wieder mit wildfremden Leuten telephonieren
