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Katholiban: Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck erklärt Menschen zu Untermenschen! - 19-05-2012
Lasst es Euch auf der Zunge zergehen:
„Ohne Religion und ohne gelebte Praxis von Religion gibt es kein Menschsein.“
Damit bin ich also nach des Bischofs Ansicht kein Mensch. Wer aber hat das Recht*1, jemandem das Menschsein abzusprechen und ihn damit zum Tier, bestenfalls noch zum Untermenschen zu erklären?
Hätte ein Moslem solches abgesondert, man hätte ihn zum salafistischen talibanesischen Islamisten erklärt und ihm ein paar Raketen in seine Hütte gejagt.
Ich überlege, Overbeck wegenBeleidigung anzuzeigen. Oder wegen Volksverhetzung. Aber ich fürchte, diese Leute und ihre Seilschaften sind zu mächtig, als dass etwas geschieht. Der Tatbestand ist erfüllt.
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Einer sieht es zwar anders
Doch wenn man sucht- Anm. 1: Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
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Ein Wohnzimmer voller Fleisch. - 19-05-2012
Unser Eßtisch wackelte schon immer, aber frag nicht nach Sonnenschein. Und war für die Bewirtung von Gästen auch noch ein wenig klein. Und unser Grill wollte eingeweiht werden. Aber ohne Gas kein Grillen, ohne Führerschein kein Gas. Aber wir haben ja den Gott vom Rost, Olli.

Zunächst kümmerten wir uns um Tisch und Stuhl, welche schon einige Wochen wenig dekorativ in brauner Pappe der Erbauung geharrt hatten, um dann, während sich meine Liebste Ollis Kampfhund bändigte, zunächst im Baumarkt eine Gasflasche zwecks Grillbegasung zu erwerben. Drauf steht etwas von elf Kilo, aber in echt sind das mindestens drölfzig!
Und dann ging es weiter in ein richtiges Einkaufszentrum, wo man nicht nur so ein Fitzelchen bekommt, wenn man ein Steak will, sondern gleich ein halbes Rindvieh. Wir begnügten uns jedoch mit einem Leichenteil von knapp vier Kilogramm, wir müssen ja nicht übertreiben!
Ach, war das schön, in einem kühlen Raum, größer als unser Wohnzimmer, herumzuspazieren und sich an diesem Anblick zu weiden- Unmengen richtig großer Stücke leckerer toter Tiere! Ein Wohnzimmer voller Fleisch sozusagen! Das Paradies!
Wir brachten unsere (trotz günstiger Preise) teure Beute schnell in die heimische Höhle, wo ich pro Forma noch einen Salat aus diesen kugeligen roten Pflanzen machte. Die Gaspulle war schnell eingebaut, der Grill schnell warm.
Was soll ich noch sagen? Der Grill grilliert. Besser zu regeln als Holzkohle, doch geschmacklich nicht schlechter.
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Gesundschrumpfung. - 18-05-2012
Weniger ist mehr. Für jedes Gerät eine eigene Fernbedienung, grauenvoll. Ständig hat man die falsche in der Hand, überall liegen die Dinger herum. Besonders diese ganz kleine für den Umschalter für die Klangquellen... Die haben wir ein paar Wochen vermisst, bis ich sie gestern in einer winzigen Ritze zufällig wiederfand.
Die neue (die unten im Bild) übernimmt nun sämtliche Funktionen der drei darüber. So müssen wir nur noch ein Teil suchen, und ganz so schnell sollte das auch nicht verschwinden. Und wieder weniger Krempel, der Chaos machen kann.
Die Konfiguration war gar nicht so schlimm, und viel hat es auch nicht gekostet.
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Der Biss der Viper. - 17-05-2012
War ich acht oder neun Jahre alt, als ich an einem Samstag*1 Schlangenmensch*2 wurde?
Trotz aller schon stattfindenden Artenbedrohung kannte ich durchaus Blindschleichen. Das sind eigentlich nur eine Art Eidechsen ohne Beine und keine Schlangen, und ich hatte wegen meines Forscherdrangs und noch vorhandener Restlebensräume etlichedavon gefangen (und selbstverständlich unmisshandelt und unbeschadet alsbald wieder freigelassen).
Wie Kreuzottern, die zu den Vipern gehören, aussehen, wusste ich prinzipiell, denn ich hatte in meinem Zimmer an der Wand ein Poster aus einer Schülerzeitschrift*3. Ich dachte, diese Aufnahme sei in Lebensgröße, und eine Kreuzotter sei entsprechend einen Meter fünfzig lang. Darum fing ich die vermeintliche Blindschleiche ein.
Heute verstehe ich recht gut, dass ihr das nicht gefiel. Ich wunderte mich über ihren Warnschuss, einen ersten Biss noch ohne Einsatz von Giftzähnen. Darauf, dass das Tierchen, welches vielleicht vierzig Zentimeter gemessen haben mag, eventuell doch etwas anderes als eine Blindschleiche sein könnte, kam ich dennoch nicht. Obgleich meine FreundInnen nun sehr skeptisch waren. Und plötzlich floss Blut*4.
Nicht viel, und wirklich schmerzhaft war der Biss auch nicht gewesen. Aber nun begriff sogar ich, dass das wohl eher nicht gut war.
Nun, der Arzt als Vater erspart eine Menge Zimmermänner, die Beschreibung des Untiers ließ ihn aufhorchen. Er packte mich in den Renault 14 und gurkte mit mir ins Universitätsklinikum Gießen, wo er alsbald den Ober-Schlangengiftexperten traf.
Schon bald gab dieser Entwarnung: Erstmal gucken, ob ich irgendwelche Vergiftungserscheinungen habe, dann das Serum. Manchmal giften die wohl auch nicht so sehr, und dann weiß man manchmal auch nicht, ob der Gebissene Vergiftung oder Nebenwirkung hat.
Das Serum lag im Kühlschrank. Bis zum Sankt-Nimmerleinstag. Ich brauchte es nicht.
Nur am Fußballspiel durfte ich wegen der Belastung sicherheitshalber nicht teilnehmen. Aber meist wurde ich nicht einmal für die Ersatzbank eingeplant.
Ich liebe Schlangen.
Wirklich.- Anm. 1: Samstag weiß ich, weil an jenem Tag ein Fußballturnier-Heimspiel war. Damals war ich noch im Verein.
- Anm. 2: Wenn Spiderman zu Spiderman wurde, weil ihn eine Spinne beißte, dann bin ich seit damals Schlangenmensch. Nur leider sehr ungelenkig.
- Anm. 3: eine, die ohne nackt und Geschlechtsverkehr war und die es trotzdem noch immer gibt!
- Anm. 4: Zu diesem Artikel inspirierte mich übrigens Pixella samt den in ihrem Artikel verlinkten Artikeln.
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Sieben Feststellungen. - 17-05-2012
- Heute ist Donnerstag.
- Ich habe noch zwölfeinhalb Alben für Albumcheck zu bearbeiten.
- Ich muss mich heute unbedingt rasieren.
- Das geplante neue Album Wolkenstein der Kult-Band Porter muss unabhängig und unbedingt gefördert werden.
- Ich bin ein entsetzlich alter Fettsack und gefalle mir damit recht gut.
- Meine Ohren werden nicht von alleine besser. Ich habe keine Lust auf weitere Operationen.
- Ich bin glücklich, meine Liebste zu haben.
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Mital am Mettwoch. - 16-05-2012
In wunderbar dürsterer Atmosphäre...
Denn heute ist Mettwoch. Und Metal ist Fleischmusik.
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Bio-Plastik natürlich! - 16-05-2012
Ich weiß nicht, warum alle Leute so ein Problem mit sogenannten Kunststoffen haben. Das ist lächerlich, denn auch Plastik ist in Wirklichkeit biologischen Ursprungs! Ein ganz natürlicher Stoff! Und zwar aus natürlichem Anbau, der von Menschenhand nie beeinflußt wurde. Denn als Produkt der Petrochemie basiert Plastik auf Erdöl. Und Erdöl istein Naturprodukt.
Denn es entstand einst aus völlig natürlch verstorbenem Meeresgetier, die mangels sich entwickelt habender Menschen niemals in schädlicher, unökologischer Aquakultur gehalten wurden, nie bewirtschaftet wurden. Nach deren natürlichem Untergang wurde ihre Substanz mehr und mehr bedeckt von Schichten verschiedenen, doch immer natürlichen Ursprungs, denn noch immer gab es keine Menschen. Und unter dem Druck der auflagernden Masse und des Meeres wurde in einem langen, langsamen, natürlichen Prozeß Öl draus. Und daraus macht man heute Plastik.
Das kann doch nichts schlechtes sein*1?- Anm. 1: Ist aber strenggenommen nicht vegan, oder?
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Für Spammer ist halb Zwölf Uhr noch Morgen. - 15-05-2012
Guten Morgen,
ich bin der Gründer von M*********.de, dem beliebten lokalen Branchenverzeichnis, das Benutzern, Firmen und Geschäftsleuten einen kostenlosen Service bietet. M********* erlaubt es den Benutzern, die Dienstleistungen, die sie in ihrer Umgebung suchen, einfach zu finden. Dies ist unserer umfangreichen Datenbank mit mehr als 2 Millionen eingetragenen Unternehmen in Deutschland zu verdanken.
Daher möchte ich Sie fragen, ob Sie auf weblog.hundeiker.de einen Link zu M********* setzen könnten.
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Könnten Sie bitte den Link zu M********* hinzufügen?
Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Zusage und Ihre Mitarbeit.
Mit freundlichen Grüßen,
W******* S******
M**********1Tach.
Wieviel Euro kriege ich denn dafür, Herr Spammer?
- Anm. 1: Anonymisiert zur Sicherheit, wobei der Name eh gelogen ist nach meiner Recherche, dahinter stecken ganz andere. Logo.
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Meine Wahlprognose trifft zuverlässig und immer ein. - 14-05-2012
Ich verfolgte die Auszählung gestern nur sehr am Rande. Und die Elephantenrunde gar nicht. Schon lange nicht mehr. Da kommt ohnehin immer dasselbe Geblähe und die ewig gleichen Schuldzuweisungen. Ich kann mich auch unterhaltsamer langweilen.
Die Wahlergebnisse interessieren mich nur, so weit sie meine PARTEI angehen. Alles andere ist ziemlich gleichgültig.
Denn Wahlen ändern nichts. Sonst wären sie verboten.*1- Anm. 1: Zitat von Kurt Tucholsky.
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Unterm Adolf hätte es das nicht gegeben! - 13-05-2012
Also wirklich, das muß endlich ein Ende haben. Das geht doch nicht an, daß der Wähler die Wahl entscheidet!
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Was braucht der Mensch? - 13-05-2012
Ich wundere mich manchmal, wieviel Geld manch einer glaubt ausgeben zu müssen für einen Computer. Und was mancher glaubt, was ich in meinen Rechner investiert haben mag. Sitze ich doch sehr viel an meinem Notebook, online und im Auftrag der Musik unterwegs. Doch ist mein technischer Bedarf tatsächlich erstaunlich gering.
Aus praktischer
Überlegung*1 benutze ich schon länger nur noch ein Notebook. Weniger zum Platz sparen, ich bin tatsächlich damit auch unterwegs. Ich weiß nicht, ob die Faustregel von damals(TM) noch gilt, nach der ein Notebook bei gleicher Leistung um die Hälfte mehr kosten tut als so eine Kiste zum Herumstehenlassen. Meines jedenfalls ist ein Markengerät, war gerade billig (unter dreihundert Euro), hat die Augen eines befreundeten Informatikers leuchten lassen und ist ein gutes Arbeitspferd, es hat mich noch nie hängen- oder im Stich gelassen oder enttäuscht.
Ich glaube, viele kaufen einfach immer noch zu groß ein, mehr als sie benötigen. Ich aber bin kein Gamer, ich mache kein CAD, schneide aber manchmal kurze Videos. Ansonsten gurke ich im Internet herum, konvertiere Musik- und andere Multimediadateien, bearbeite ein wenig Bilder und so. DVDs spiele ich auch damit ab. Klinkenbuchse, LAN, W-LAN, Blauzahn, USB, VGA, HDMI, Kartenleser hatter auch. Reicht völlig. Was da an Grafik und Sound verbaut ist achte ich nie drauf, meine Interessen werden auch durch Billigkrempel ausreichend gewahrt. Daten, die ich nicht auch unterwegs brauche, schiebe ich eh auf den Server, der in einer Ecke des Wohnzimmers vor sich hinrappelt.
Das Teil hat nicht einmal 300 Euro gekostet*2.
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Gute-Laune-Musik CXLIX: Der überhörte Klang. - 13-05-2012
Die meisten Menschen kennen dieses Stück eher als einen etwas exotischen Oldie.
Miriam Makeba landete mit Pata Pata in den Sechzigerneinen ziemlichen Hit. Den wenigsten fällt auf, dass das Lied irgendwie auf Afrikanisch gesungen wird. Und dürften, wie ich früher auch, dieses Klicken als Percussion eingeordnet haben.
Nun ist Afrikanisch genauso eine Sprache wie Europäisch. Die Sprache von Makeba heißt Xhosa. Das spricht sich nicht etwa Ksosa aus oder auch nur ähnlich. Das ist nämlich so ein Klicklaut, der für die SprecherInnen so selbstverständlich ist wie jeder andere Buchstabe. Wobei es dieser Laute mehrere gibt. Damit klarzukommen verursacht Zungenknoten. Bei der Dame sieht man jedoch nichts. Wer es nicht weiß, der käme nie auf die Idee, das gehöre zum Gesang statt zur Percussion.
Sprachen sind faszinierend.
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Feuchter (Alp)Traum. - 11-05-2012
Bruno stört sich mittlerweile nicht mehr so sehr an Regen wie früher. Wenn's denn aber so richtig schüttet wie in der Nacht, als wir vom Metal-Stammtisch heimkamen, dann findet er das anscheinend doch nicht angenehm. Blitz und Donner machten ihm scheinbar nichts aus, doch wollte er sich ständig irgendwo Unterstand suchendverkriechen.
Auch wenn er nicht wirklich hell auf der Platte ist, sah er doch ein, daß es sinnvoller war, die Zähne zusammenzubeißen und mitzukommen ins wirklich trockene und warme Heim. Und er verlegte sich darauf, derart eng um mich herumzuscharwenzeln, daß ich ihn noch an der Straße von der Leine nahm. Nehmen mußte, denn er strickte aus meinen Beinen und der Leine bereits einen Pulli. Verkehr war schon fast keiner mehr auf der Straße, immerhin war es fast Mitternacht, und Bruno versuchte andauernd, sich bei seinem Vize-Leitwolf unterzustellen. Doch selbst mein respektabler Wanst ist nicht Vordach genug.
So tat er mir schon leid. Das war viel mehr Regen, als er sonst gewohnt ist. Binnen weniger Augenblicke war auch ich tropfnass.
Nur wenige Minuten Weg hatten wir. Doch Bruno sah aus, als hätte er im Aasee gebadet.
Erstmal abtrocknen und gründlich einmummeln und das arme Tier ein wenig wärmen. Der Leitwolf sorgt für alle in seinem Rudel.
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Netzwerk-Android-Ubuntu-Ubuntu One-App-Serverfreaks: HILFEEEE! - 10-05-2012
Ich dachte, Ubuntu One auf meinem Galaxy W i8150 zu nutzen wäre sehr praktisch für mich. Wäre es auch, wenn es funktionieren tun täte. Nur stürzt es so oft ab, daß ich nicht behaupten möchte, daß es das wirklich könnte, weil es gar nicht erst läuft. Hat einer eine Lösung in petto?
Android 2.3.6, keine Hacks.
Ich will eigentlich nur automatisch einen bestimmten Musik-Unterorder auf Notebook, Telephon und Server abgleichen.
Dankesehrst!
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Quartalsbluter. - 09-05-2012
Nein, Blut darf ich nicht spenden, wegen der Medikamente. Aber genau wegen derer läßt mich mein Doc einmal im Quartal zur Ader. Zum einen, was meine Organe aus der Chemie machen, Also Leber und Niere und Blutbildung vor allem. Zum anderen muß mein Lithiumspiegelkontrolliert werden.
Lithium hat eine sehr, sehr geringe therapeutische Breite*1 und wird deshalb, trotz seiner segensreichen Wirkungen zum Beispiel gegen Suizidalität, nicht gerne verschrieben. Und es erfordert eine gute Compliance*2. Als ich darauf eingestellt wurde (auf eigene Initiative und zunächst gegen ärztlichen Widerstand) ab Dezember 2007, zunächst in der Klapse in Osnabrück, dann in der Tagesklinik in Münster, und danach dann bei meinem Hauspsychiater, wurde ich mindestens einmal pro Woche gestochen. Natürlich durften auch Studenten ran. Autsch! Als sich der Spiegel einpendelte, wurden die Intervalle länger. Und meine Venen erholten sich ein wenig. Ich mich selbst auch. Die Dosis mußte lange nicht mehr angepaßt werden. Das Quartalsblut bleibt. Sicher ist sicher.
Denn Lithium ist nicht ganz ohne*3.
Aber ohne ist nicht.
Ohne wäre lebensgefährlich.
Aber ohne mein Umfeld, ohne meine Liebste, ohne all dies wäre es trotzdem schwierig. Denn nicht Pillen allein braucht der seelisch Kranke.
Aber ich bin auch nicht allein. Und so will ich nicht klagen.
- Anm. 1: Therapeutische Breite: Die Spanne der genau richtigen Dosierung zwischen „zu wenig“ und „zu viel“.
- Anm. 2: Compliance: Mitarbeit/Kooperationswillig- und fähigkeit des Patienten
- Anm. 3: Lithium kann zum Beispiel die Niere schädigen. Aber lieber das als mich noch früher śelbst zu entleiben!
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Wenn ein DAU maligne wird... - 09-05-2012
Wenn mich jemand auf einen Softwarefehler aufmerksam macht, dann sage ich eigentlich hübsch „Danke“ und behebe das Problem. Oder lasse es beheben, von mir aus. Wenn man*1 aber stattdessen den Aufmerksammacher öffentlich bezichtigt, zu Straftaten in Form von Sabotage aufzurufen*2 statt das Skript zu reparieren (oder reparieren zu lassen) und zudem kritische Beiträge im eigenen Forum stumpf zu löschen, dann ist das schon ein wenig dämlich.
Dumm nur, wenn das einen sehr wichtigen und mir sehr lieben Blogger in die Knie zu zwingen droht. DAU-Krebs.- Anm. 1: Man= eine Art Verbraucherverein zum Thema Bestattung.
- Anm. 2: Ein Sabotageaufruf stand definitiv nicht dort!
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Literaturströme. - 08-05-2012
Noch immer habe ich große Probleme, längere Texte zu lesen. Die Konzentration macht noch immer nicht ausreichend mit. Nun denn. Dann lasse ich eben lesen! Stichwort Hörbuch. Allerdings, wenn ich so auf dem Sofa sitze, dann neige ich dazu irgendetwas weiteres währenddessen zu machen. Und schwupps- vorbei ist es mit dem Zuhören.
Die Lösung ist so einfach wie genial. Nur komme ich auf sowas immer erst spät. Die Lösung heißt Badewanne! Da lenkt mich nichts ab, ich kann noch mehr entspannen und dabei auch noch zusätzlich plantschen. Einfach das auf dem Server herumliegende Hörbuch aufs Mobiltelephon ins Badezimmer hineinstreamen- warum nicht gleich so?
Nächstes Mal nehme ich mir noch einen Kaffee mit.
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[ Narben II ] Wenn heute schon Gedenktag ist, - 08-05-2012
also mein persönlicher Gedenktag für Narben und Wunden, dann weise ich auch auf mein nur noch schwer zu erkennendes Prachtstück am rechten Ringfinger hin, welches mittlerweile nach mehr als einem Vierteljahrhundert schon recht verblaßt ist:
Es war noch in Gießen, also vor dem Sommer 1985, als nebenan ein Polterabend war. Zerstörung fand ich schon immer gut, und so beteiligte ich mich fleißig am zerdeppern von Porzellan.
Das von irgendwem angeschleppte Klo
sparte ich mir allerdings,das wäre mir zu schwer gewesen. Und es geschah, was bei meinem Glück geschehen mußte- ich sprüte irgendwann, daß etwas warmes an meinem Arm herunterlief. Und zwar nicht wenig Blut. Allerdings schmerzte es überhaupt nicht. So blutete ich das Treppenhaus und die Wohnung voll und zeigte den bis fast auf den Knochen reichenden Schnitt, der fast den ganzen Finger längs verlief.
Den Unterarm auf den Esszimmertisch gestützt betrachtete ich fasziniert, wie die Wunde auf- und zuklappte, wenn ich den Finger beugte und streckte. Da weder Sehnen noch Nerven betroffen waren, übernahm Papa das kurzerhand selbst und griff zu Nadel und Faden. Die Axt im Haus keeps the Doctor away. Naja, so ähnlich, er ist ja Arzt. Ich war das Nähen schon gewohnt, denn dies war nicht meine Erste Macke.
Aber die Geschichte kommt immer wieder gut, von wegen Operation auf dem Küchentisch. Auch meine Patienten liebten das. Kamen meistens auf die richtige Lösung, doch einer frug auch ernsthaft, ob mein Vater Schneider sei.
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Was die Dose übrig ließ. - 08-05-2012
Frisch entpflastert. Ich hab's aber etwas trocknen lassen, so weiß und verquollen von der Feuchtigkeit unter dem Pflaster sah meine Wunde von dem Unfall mit der Blechdose vorgestern dochetwas fies aus. Das wollte ich Euch nicht zumuten*1
- Anm. 1: In Wirklichkeit ist mir einfach nicht rechtzeitig eingefallen, das abzulichten.
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Des Teufels Pinguin. - 07-05-2012
Ich hätte schwören können, diese Nonne hätte den Teufel im Leib, wenn ich an so etwas glauben würde. Lange, sehr lange ist es her, daß uns Schwester M. Agnosticaheimsuchtein Anspruch nahm. Auch auf anderen Stationen war diese kleine, alte Nonne bestens bekannt. Oder eher berüchtigt.
Denn von der
Liebe des Herrn war bei ihr nichts zu spüren. Sie haßte uns alle. Noch ehe sie uns kannte.
Ich kann mich nicht erinnern, daß sie jemals ein freundliches Wort zu oder über jemanden verloren hätte. Im Gegenteil, sie nutzte jeden einzelnen Satz, um irgendwelche Gehässigkeiten loszuwerden. Da sie sehr pflegebedürftig war, war das reichlich. So erinnere ich mich kaum an Details. Jedenfalls hatte ich extra für sie einen Haferschleim nach ihren Wünschen gekocht, und meine Kollegin brachte ihr mein Werk. Und sie frug, ob ich denn eine Frau hätte. Die Kollegin bejahte. „Die Ärmste, die unter diesen Kochkünsten zu leiden hat!“
Das war sogar noch harmlos, aber sas einzige, was ich erinnere. Außer, daß sie zur Krönung irgendwann mit ihrem Elektrischen Rollstuhl meine Kollegin anfuhr. Absichtlich. Gezielt.
Ein Leben ohne Trost. Doch mittlerweile sollte sie ihren Frieden haben.
